Manuskripte

SWR3 Worte

Im Buch „Dienstags bei Morrie“ unterhält sich der totkranke Mitch mit seinem ehemaligen Schüler. Er sagt:

„Jeder weiß, dass er sterben muss, aber niemand glaubt es. Wenn wir es täten, dann würden wir einige Dinge anders machen. (…)

Zu wissen, dass du sterben musst, und darauf vorbereitet zu sein – das ist besser! (…)

Stell dir vor, dass jeden Tag ein kleiner Vogel auf deiner Schulter sitzt, der dich fragt: `Ist heute der Tag? Bin ich bereit? Tue ich alles, was ich tun sollte? Bin ich der Mensch, der ich sein möchte?´“

Und Mitch drehte seinen Kopf zu seiner Schulter, als säße der kleine Vogel tatsächlich dort.

http://www.reli-ding.de/?m=25527

Hermann Hesse über das Wort Glück:

Es ist eins von den Wörtern, die ich immer geliebt und gern gehört habe. (…) Auf jeden Fall bedeutete es etwas Schönes (…) Und dementsprechend fand ich den Klang des Wortes.

Ich fand, dieses Wort habe trotz seiner Kürze etwas erstaunlich Schweres und Volles, etwas, was an Gold erinnerte. Und richtig war ihm (…) auch der Glanz eigen, wie der Blitz in der Wolke wohnte er in der kurzen Silbe, die so schmelzend und lächelnd mit dem GL begann, im Ü so lachend ruhte und so kurz, und im CK so entschlossen und knapp endete.

Es war ein Wort zum Lachen und zum Weinen, ein Wort voll Urzauber und Sinnlichkeit. (…) Kein Zweifel, es kam nicht aus Wörterbüchern und Schulstuben, es war nicht erdacht, abgeleitet oder zusammengesetzt, es war Eins und rund, war vollkommen.

http://www.reli-ding.de/?m=25526

Zum zweiten Advent einen Text des Hamburger Pastors Frank Howaldt:

„Engel“ wird sie genannt (…) Niemand weiß, wie sie wirklich heißt (…) Arm sieht sie aus, mit beiden Händen hält sie sich an ihrem (…) Rollstuhl fest. (…) Sie steht einfach da. (…) Mitten im Getümmel des Züricher Hauptbahnhofes. (…)

 Es hat sich herumgesprochen, wofür sie da ist. Sie segnet. (…) Meistens tut sie es beiläufig – ohne große Gesten und lautlos segnet sie die vorbeieilenden Reisenden. Wie ein immerwährendes Gebet.

 Manchmal bleibt jemand stehen. Scheinbar sorgenvoll, weil etwas Schweres bevorsteht. Auch dann bleibt sie leise, oft mit geschlossenen Augen. Aber die Menschen in Zürich vertrauen ihrem Engel am Rande der Bahnhofshalle. (…) Fürchte dich nicht!

http://www.reli-ding.de/?m=25525

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